Immobil in der Immobilie – Die Deutsche Alterssurvey hat nach der Barrierefreiheit in deutschen Wohnungen gefragt

Die meisten Deutschen fühlen sich wohl in ihrem Zuhause. Das ist die die erfreuliche Nachricht, die sich aus der Deutschen Alterssurvey ergibt. Fast 90 Prozent sind zufrieden mit ihrer aktuellen Wohnsituation, da sage man noch, wir seien ein nörgeliges Volk. Gut ist freilich trotzdem nicht alles. Denn lediglich 3 Prozent der 40- bis 85-jährigen leben in einer barrierereduzierten Wohnung. Das bedeutet: beinahe jeder lebt mit Hindernissen, sei es innerhalb der Wohnung oder im Eingangsbereich. Treppenstufen oder höhere Türschwellen beschränken die Bewegungsfreiheit vor allem von Menschen, die auf Rollstühle oder Rollatoren angewiesen sind. Nur etwa 20 Prozent der Befragten gelangen ohne Stufen in ihre Wohnung und nur 40 Prozent können alle Zimmer stufenfrei erreichen.

Diese Probleme werden in einer alternden Gesellschaft häufiger auftreten. Aber werden sie sich auch in den Entwürfen der Architekten niederschlagen? Dass Barrierefreiheit immer noch nicht im Zentrum des architektonischen Denkens steht, zeigt ein Artikel im Magazin Detail: https://www.detail.de/artikel/gemeinsam-statt-einsam-belgisches-wohn-und-sozialzentrum-30034/. Das Wohn- und Sozialzentrum von architecten de vylder vinck taillieu und DRDH architects im belgischen Aarschot wird gelobt dafür, dass es keine „rein auf altersgerechte, funktionale Parameter“ gerichtete Architektur repräsentiere. Und so wichtig eine ansprechend Ästhetik auch ist: sie nutzt nichts, wenn man sich in ihr nicht frei bewegen kann.

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