Knapp und teuer: studentischer Wohnraum

Zu Beginn des Semesters häufen sich die üblichen Berichte über das übliche Bild: Bezahlbarer Wohnraum für Studenten ist knapp, erst recht, und das ist die Krux, in Studentenstädten. Das ist nichts Neues, doch was Jahr für Jahr neu ist, sind die Mieten: sie steigen kontinuierlich. In welchem Maße, das belegt nun eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln.

In dem vor einigen Jahren noch als Mietparadies bekanntem Berlin etwa sehen sich Studenten (und selbstverständlich auch alle anderen Mieter) Quadratmeterpreisen von mehr als 10 Euro gegenüber. Das ist freilich noch moderat gegenüber den Münchner Mieten: die Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass dort bald die 20 Euro-Grenze überschritten werden wird.

Die stetige Verteuerung des Wohnraums liegt freilich nicht nur an dessen Knappheit. Zunehmend möbliert vermietete Wohnungen treiben die Preise ebenfalls in die Höhe. Günstige Wohnungen gibt es vor allem auf dem „Klüngel-Markt“, auf dem Wohnungen ohne öffentliche Anzeigen vergeben werden. Studenten, die neu in eine Stadt kommen, haben hier naturgemäß wenig Chancen.

Neben Erleichterungen für Studenten – wie die Wohnheimplätze auf ein Jahr zu beschränken, um Neuankömmlingen einen festen Platz zusichern zu können, von dem aus sie ein Jahr suchen und die nötigen Kontakte sammeln können – empfehlen die Wissenschaftler vor allem einen Lösungsansatz: den Bau von Wohnungen. Dazu muss mehr Bauland bereitgestellt und die Bauämter mit mehr Personal ausgestattet werden, um die entsprechenden Anträge zügig zu bearbeiten. Es ist an der Politik, diese Vorschläge umzusetzen.

 

Kategorien