mafi liegt in guten Händen: Geschäftsführer Friedrich Fillafer übergibt die Leitung an seine Kinder

mafi liegt in guten Händen: Geschäftsführer Friedrich Fillafer übergibt die Leitung an seine Kinder

Wohlverdient. Mit seinem 75 Geburtstag geht der Geschäftsführer von mafi Friedrich Fillafer in den Ruhestand und übergibt die Geschäftsführung der mafi Naturholzböden GmbH an seine drei Kinder Heidrun Zerbs, Christiane Lindner und Florian Fillafer, die allesamt seit Jahren im Familienbetrieb tätig sind. Unter der Führung von Herrn Fillafer entwickelte sich das Unternehmen von einem regionalen Bodenproduzenten zu einer der führenden internationalen Naturholzboden-Marken der Welt. Das neue Triumvirat an der Spitze wird diesem Weg weiter folgen und setzt dabei weiterhin auf die naturverbundene Innovationskraft des Unternehmens.

101 Jahre Geschichte voller wegweisender Innovationen
Begonnen hat mafi als kleines Sägewerk, das sich anschließend von einer Holzdeckenproduktion zu der Marke für natürliche und stabile Naturholzböden entwickelt hat. Das Unternehmen ist seit jeher im Familienbesitz mit einem klaren Commitment zum Standort Österreich. Hochqualitative und gleichsam maximal natürliche Holzböden – das ist der Anspruch von mafi. Daraus resultierten über die Jahre eine Reihe an wegweisenden Innovationen für die Branche – oftmals völlig konträr zu den Markttrends. So entschied sich mafi früh als erstes Unternehmen, das Holz für den Bodenbereich nicht zu lackieren, sondern zu ölen. Auch bei der Trocknung verzichtet mafi bewusst auf chemische Beschleuniger. Stattdessen werden die Dielen in Ruhe an der Luft getrocknet, wodurch das Holz offenporig und direkt spürbar bleibt.

„Wir müssen begreifen, die Zeit nicht als Feind, sondern als Freund zu behandeln. Gibt man einem Werkstoff wie Holz genügend Zeit, gibt er es einem zehnfach zurück“, sagt Friedrich Fillafer in Anspielung auf die zeitintensive Lufttrocknung der mafi Dielen.

Um dem Raubbau in den Regenwäldern entgegen zu wirken, entwickelte mafi das Trocknungsverfahren Vulcano, im Zuge dessen heimische Hölzer dunkle Farbtöne annehmen und so eine nachhaltige Alternative zu Tropenholz bieten. Dabei entschied sich die Familie Fillafer gegen die damals übliche Methode des Räucherns mit Ammoniak und Salmiak. Das Vulcano Verfahren arbeitet rein mit Wärme, Wasser und Wind.

Aber mafi steht vor allem für nachhaltiges Produktdesign. Viele Kollektionen entspringen dem Grundgedanken, den gesamten Baum von idealerweise regionalen Holzarten zu verwenden. Vermeintliche Mängel in der Optik wie schmale Breiten oder Risse bereitet mafi optisch hochwertig auf – oftmals in aufwendiger Handarbeit – und bietet dadurch einen Mehrwert, den Kunden zu schätzen wissen. Beispiele für diese Herangehensweise ist die Koralle-Kollektion mit farbenfrohen Rissen, die Carving-Kollektion mit Designs, die sich über mehrere Dielen erstrecken, und die Kollektion Piccolino mit Breiten bis maximal 10 Zentimetern.

„Holz ist nicht automatisch nachhaltig. Der Umgang damit, nicht nur mit den Filetstücken, sondern mit dem gesamten Baum, muss nachhaltig sein. Das sehe ich bei vielen Holzprodukten noch nicht“, meint Friedrich Fillafer über die Ressource Holz in der Zukunft.

Von österreichischen Schneegattern in die Facebook Zentrale im Menlo Park, Kalifornien
Im dichten, globalen Parkettmarkt hat mafi seine Position im gehobenen und gesundheitsbewussten Segment gefunden. Die einzigartige Verarbeitungsweise der Dielen mit dem hochwertigen Aufbau, der unverfälschten Oberfläche und den zertifizierten, gesundheitsfördernden Eigenschaften, haben mafi in internationalen Kreisen etabliert. Projekte wie die Facebook Zentrale in Kalifornien, der Luxusapartment-Komplex Toison D´Or in Brüssel mit fast 6.000 Quadratmetern oder auch die Zentrale der Hotelkette Hyatt in Chicago zählen zu den herausragendsten Projekten der jüngsten Vergangenheit. Neben dem kommerziellen Segment ist das Privatobjekt nach wie vor festes Standbein der Marke mafi. Prominente wie Claudia Schiffer, José Mourinho, Carlos Slim, Sängerin Adele oder Giorgio Armani leben auf mafi Naturholzböden. Die Zusammenarbeit mit Architekten und Designern ermöglichte viele außergewöhnliche Projekte. In besonderer Erinnerung bleibt sicher die Zusammenarbeit mit internationalen Stararchitekten wie Sir Norman Foster, Jean Nouvel, Ingenhoven und Herzog de Meuron.

„Diese Pandemie hat uns so deutlich wie nichts zuvor gezeigt, wie vernetzt unsere Welt geworden ist. Die Zukunft muss Antworten darauf finden. Diese Antworten sind aber meiner Meinung nach nicht einfach nur in mehr Regionalität zu suchen, sondern vielmehr in Themen wie Entschleunigung und bewussterem Konsum“, sagt Florian Fillafer zu den Herausforderungen einer globalen Marke.

Übergabe mit besten Voraussetzungen für die Zukunft
Friedrich Fillafer übergibt ein gesundes, florierendes Unternehmen an seine drei Kinder. mafi bekam 2019 ein neues, modernes und vor allem gesundes Bürogebäude in Holzkonstruktion. Im Zuge dessen wurde das bisherige Büro, das Elternhaus von Herrn Fillafer, in ein Schulungszentrum umgebaut. Eine großflächige Photovoltaik-Anlage sowie ein brandneues Pelletswerk stellen die Weichen für eine nachhaltige und moderne Zukunft.

mafi kann sich glücklich schätzen, so viele treue und zuverlässige Vertriebspartner in seinen Reihen zu haben“, sagt Christiane Lindner. „Unser Produkt braucht Menschen, die es erklären, präsentieren, verstehen, wertschätzen und natürlich auch professionell verlegen. Hier die Qualität weiterhin hochzuhalten und engen Kontakt zu pflegen, ist die Prämisse der nächsten Jahre.“

Der Übergabeprozess an Heidrun Zerbs, Christiane Lindner und Florian Fillafer ist seit mehreren Jahren im Gange und wurde sukzessiv umgesetzt. Heidrun Zerbs leitet seit vielen Jahren die Produktion und ist für das Controlling verantwortlich. Ihre Schwester Christiane Lindner ist Marketingleiterin und Vertriebsverantwortliche von mafi. Florian Fillafer ist Prokurist als auch bereits Geschäftsführer der Tochterfirma mafi America Inc. Der Zukunftsfokus liegt klar auf den Bereichen moderner Produktionstechnologien gepaart mit der Einzigartigkeit des Handwerks, der Digitalisierung als auch Automatisierung sowie dem Ausbau des globalen Vertriebsnetzes und der Serviceleistungen.

„Der Zeitpunkt der finalen Übergabe ist gut gewählt.“, meint Heidrun Zerbs über den Übergabetermin während der Corona-Pandemie. „Ich denke, wir können in Zeiten wie diesen viel lernen, und ich hoffe aufrichtig, dass wir nicht einfach zurück in alte Muster und Handlungsweisen fallen.“