Genuss mit Stil – der kleine Gläserknigge von Leonardo

Genuss mit Stil – der kleine Gläserknigge von Leonardo

Manchmal darf es gerne etwas Besonderes sein: Ein klassisches Dinner ist gerade zur Festtagszeit die ideale Gelegenheit, um in guter Gesellschaft ein leckeres Essen zu genießen. Dabei gilt es, das ein oder andere zu beachten – auch was die Gläser angeht: Leonardo verrät Ihnen die wichtigsten
Knigge-Regeln für die perfekt gedeckte Festtagstafel.

Die richtige Anordnung der Gläser

Bei der traditionellen, festlich gedeckten Tafel dürfen vor allem drei Gläser nicht fehlen: Weißweinglas, Rotweinglas und Wasserglas. Am besten ist es, die Gläser rechts oberhalb der Messer aufzustellen. Das Weißweinglas wird dabei auf Höhe des Messers angeordnet, das am nächsten zum Teller liegt – also über dem Messer für den Hauptgang. Etwas weiter rechts hat das Wasserglas seinen Platz. Zuletzt wird links und etwas oberhalb des Weißweinglases das Rotweinglas gestellt. Als einfache Orientierungshilfe bietet sich die Größe der Gläser an: Von links nach rechts wird von groß nach klein sortiert.

Für jeden Wein das passende Glas

Wer einen guten Wein öffnet und ihn in verschiedene Gläser füllt, merkt schnell, dass der Geschmack durchaus unterschiedlich ausfallen kann. Der Grund: Wein »atmet« und sein Aroma ist veränderlich. In welchem Glas der Wein serviert wird, nimmt also Einfluss auf den Genuss – entsprechend gibt es für jeden Wein das geeignete Glas. Beim klassischen Dinner lautet die Faustregel für das richtige Tischgedeck: Ein bauchiger Weinkelch für Rotweine, ein schlankes Weinglas für Weißweine, eine schmale Sektflöte für Schaumweine und ein kleines Weinglas für Dessertweine.

Das Glas korrekt halten

Ist der Tisch erst einmal gedeckt und alles am richtigen Platz, geht es nun ans richtige Halten des Glases. Das Wichtigste hierbei: Gläser mit Stiel werden auch am Stiel angefasst. Gründe dafür gibt es gleich mehrere: Zum einen sieht es stilvoll aus und sorgt so für eine Eleganz, die dem feierlichen Rahmen angemessen ist. Zum anderen wird das Getränk durch die Handfläche nicht unnötig erwärmt und behält seine Idealtemperatur bei. Außerdem klingen die Gläser beim Anstoßen gleich viel schöner!

Apropos Anstoßen: Die Gläser klirren zu lassen ist ein beliebter, lange zurückreichender Brauch. Allerdings gilt es auch hier eine Kleinigkeit zu beachten. Denn angestoßen wird am Dinnertisch in der Regel nur mit Wein, Champagner und Sekt – nicht aber mit Bier, Longdrinks, Cocktails oder Heißgetränken aller Art.

Gemeinsam genießen

Wenn Sie diesen Empfehlungen Beachtung schenken, steht einem stilvollen Festtagsdinner nichts mehr im Wege. Am wichtigsten bleibt jedoch: Das Beisammensein ist die Hauptsache, denn schließlich genießt es sich gemeinsam gleich doppelt so gut. Wer also wenig anfangen kann mit Form und Etikette, darf auf dem Esstisch auch gerne improvisieren – und so sein ganz eigenes perfektes Tischgedeck gestalten!