13. Februar 2026 |
| GeSK

Keramik im Dialog: feierliche Ausstellungseröffnung in der Gmundner Keramik Manufaktur

Mit zahlreichen Gästen aus Kultur und Politik wurde am Donnerstagabend in der Manufaktur von Gmundner Keramik die neue Ausstellung „Made in Gmunden – AoCG Artists in Residence“ eröffnet. Die Schau ist bis zum 13. Juni zu sehen und rückt die Academy of Ceramics Gmunden (AoCG) als lebendigen Ort des internationalen künstlerischen Austauschs in den Mittelpunkt. Eindrucksvoll führen die zeitgenössischen Werke vor Augen, wie lebendig und vielschichtig das Medium Keramik heute sein kann.

Im Zentrum der Ausstellung stehen fünf internationale Künstler:innen. Chen-Hsiang Kao, Rosmarie Lukasser, Maryna Talutto, Helena Sekot und Charlotte Wiesmann arbeiteten im Sommer 2025 sowohl in den Werkstätten in Gmunden als auch beim Austauschpartner in Taiwan und entwickelten ihre Projekte im engen Dialog mit den Keramiker:innen vor Ort. Die Ausstellung macht diesen Prozess sichtbar: Traditionelle Verfahren treffen auf experimentelle Formen, technische Präzision auf persönliche Handschrift.

Zur feierlichen Eröffnung am Donnerstagabend begrüßte Geschäftsführer Andreas Glatz die zahlreichen Gäste. Alfred Weidinger von der OÖ Landes-Kultur GmbH hob die Bedeutung der Academy of Ceramics und der internationalen Kooperation hervor, während Kuratorin Genoveva Rückert durch das Konzept der Ausstellung führte. Zu den Ehrengästen gehörten Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander sowie Sepp Schellhorn, Staatssekretär für europäische und internationale Angelegenheiten.

„Made in Gmunden“ ist bewusst nicht als abgeschlossene Leistungsschau konzipiert, sondern als Momentaufnahme eines offenen Prozesses. Skulpturale Objekte, fragile Gefäße und programmatische Ansätze stehen nebeneinander und verweisen auf Keramik als kulturelles Ausdrucksmittel, das weit über das Funktionale hinausreicht. Gerade der Spannungsbogen zwischen jahrhundertealter Handwerkskultur und zeitgenössischem künstlerischem Diskurs prägt die Präsentation.

Die Ausstellung rückt darüber hinaus die Werkstätten selbst ins Blickfeld: als lebendigen Kulturraum, in dem produziert, geforscht und reflektiert wird. Gmunden ist damit nicht nur ein traditionsreicher Produktionsstandort, sondern Knotenpunkt eines internationalen Netzwerks, innerhalb dessen Keramik als Medium der Gegenwart verstanden wird, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet.

 

Ausstellung:
13.02. bis 13.06.2026
Mo-Fr 9-17 Uhr | Sa 9-16 Uhr
Gmundner Keramik, Keramikstraße 24, 4810 Gmunden

Pressematerial

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