Österreichisches Design trifft Mailand

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BRANCHE
  • Möbel mit Fokus auf Handwerk
THEMA

Der Design Palazzo Austria feiert in Brera Design aus Österreich

Österreichisches Design trifft Mailand
Am Eingang des Palazzo

Im Rahmen der Milan Design Week 2026 richtete sich der Blick der internationalen Interiorszene auf einen Ort, der Historie und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise verbindet: den Palazzo Confalonieri – Fondazione Cariplo im Herzen Mailands. Hier präsentierten die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und die Österreichische Möbelindustrie vom 20. bis 26. April mit dem „Design Palazzo Austria“ eine kuratierte Schau zeitgenössischen Möbeldesigns – und gaben damit einen ebenso kompakten wie vielschichtigen Einblick in die gestalterische DNA des Landes. Inszeniert vom Architektenstudio Vasku & Klug, entfaltete sich die Ausstellung als atmosphärisch dichte Bühne, auf der sich Handwerk, Innovation und ästhetische Präzision zu einem stimmigen Gesamtbild verdichteten.

Georg Emprechtinger,Stephanie Jasny, Stefan Emprechtinger

Beim inzwischen zehnten Auftritt Österreichs auf der Milan Design Week präsentierten mehr als 30 Möbel- und Designunternehmen ihre Neuheiten. Nach dem Erfolg von 2024 fand die Ausstellung erneut in dem eleganten Stadtpalast im Brera Design District statt, der die Besucher auch in diesem Jahr mit seinen repräsentativen Sälen und den kunstvollen architektonischen Details begeisterte.
Vielfalt mit Haltung

Als namhafte Mitgliedsunternehmen der Österreichischen Möbelindustrie waren Bene, BRAUN Lockenhaus, Conform Badmöbel, Joka, Mayr-Schulmöbel, TEAM 7 und Wiesner-Hager unter den Ausstellern. Ihre Entwürfe spiegeln die gesamte Bandbreite moderner Lebensräume wider, von Office-Lösungen über Badmöbel bis hin zu Wohnkonzepten. Dabei wird schnell deutlich: Österreichisches Möbeldesign denkt nicht in Kategorien, sondern in Lebenswelten. Gutes Design ist hier weit mehr als reine Formgebung. Es ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus Materialkenntnis, technischer Raffinesse und gestalterischer Sensibilität. Formvollendete Linien treffen auf innovative Funktionen, nachhaltige Strategien und intelligente Details – stets mit dem Ziel, einen spürbaren Mehrwert im Alltag zu schaffen.

Ästhetik trifft Funktion

Die Stärke der österreichischen Möbelindustrie liegt in ihrer Fähigkeit, Ästhetik mit funktionaler Intelligenz zu verbinden. Das Ergebnis ist eine zeitlose Formensprache, die weder modischen Trends noch kurzlebigen Effekten folgt. Vielmehr entstehen Möbel, die langlebig, authentisch und wertbeständig sind und Räume in Orte der Ruhe und Geborgenheit verwandeln. Ob geprüfte Materialien in der Küche, smarte Funktionen im Homeoffice oder flexible Systeme im Wohnbereich: Die Entwürfe zeugen von einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse moderner Lebensrealitäten. Bereits in der Entwicklungsphase werden Aspekte wie Nachhaltigkeit, Ergonomie und Alltagstauglichkeit konsequent mitgedacht. Entwickelt mit einem feinen Gespür für Proportion und Details, entstehen modulare Konzepte mit hohem Individualisierungsgrad.

Brera in Bewegung

Handwerk als kulturelles Fundament

Ein zentrales Merkmal der Branche ist ihre mittelständische Prägung. Viele der Unternehmen sind familiengeführt und blicken auf eine lange Tradition im Möbelbau zurück. Dieses gewachsene Know-how verbindet sich heute mit modernster Fertigungstechnologie zu einem einzigartigen Qualitätsversprechen. Hochwertige, oft natürlich behandelte Massivhölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, präzise verarbeitete Materialien und komplexe Mechaniken sind Ausdruck dieser Kompetenz. Dabei zeigt sich wahre Qualität oft im Verborgenen: in durchdachten Innenleben, intelligenten Stauraumlösungen oder subtil integrierten Lichtkonzepten. Es sind diese Details, die Möbel aus Österreich zu langlebigen Begleitern machen.

Internationale Bühne für Österreich

Während der Messetage entpuppte sich der „Design Palazzo Austria“ nicht zuletzt als beliebter Anlaufpunkt für intensive und inspirierende Gespräche. Die einzelnen Unternehmen nutzten die Gelegenheit, um sich gemeinsam mit internationalen Entscheider:innen aus Design, Architektur und Wirtschaft über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Perspektiven auszutauschen. Auch deshalb war der Auftritt für Österreichs Möbelindustrie von hoher Bedeutung. „In dieser Woche war Mailand der vibrierende Mittelpunkt der gesamten Designwelt“, zeigt sich Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie, begeistert. „Mehr als 300.000 Besucher bevölkerten die Straßen, um die neuesten Trends zum Thema Interior Design zu bestaunen, aufzusaugen und zu diskutieren. Das ist absolut einzigartig. Um so schöner war es für uns, hier als Österreicher unsere ganze kreative Kraft und Kompetenz präsentieren zu dürfen.“

Und WKÖ-Vizepräsidentin Mag.ª Angelika Sery-Froschauer ergänzt: „Ein gemeinsamer Auftritt in Mailand bündelt die Stärken unseres Designstandorts. Die Milan Design Week als bedeutendste Plattform der Branche bietet ideale Voraussetzungen für Kooperationen, konkrete Geschäftsanbahnungen und internationale Sichtbarkeit.“

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