30. Januar 2026 |
| GeSK

Keramik als lebendiger Kulturraum: die neue Ausstellung MADE IN GMUNDEN

Mit der neuen Ausstellung „Made in Gmunden – AoCG Artists in Residence“ schlägt das Traditionsunternehmen Gmundner Keramik eine Brücke zwischen jahrhundertealter Handwerkskultur und zeitgenössischem künstlerischem Diskurs. Vom 13. Februar bis 3. Mai 2026 wird die Manufaktur so einmal mehr zu einem Ort, an dem Keramik nicht nur produziert, sondern auch gedacht, befragt und neu interpretiert wird.

Gmundner Keramik ist weit mehr als ein wirtschaftlicher Leitbetrieb des Salzkammerguts. Die Manufaktur steht exemplarisch für eine österreichische Kulturgeschichte, in der Gebrauch, Ästhetik und regionale Identität eng verwoben sind. Von der Wiener Keramik des Jugendstils bis zu heutigen Designs zieht sich eine Linie, in der Keramik stets als kulturelles Ausdrucksmittel verstanden wurde. Genau hier setzt die Academy of Ceramics Gmunden (AoCG) an, ein gemeinsames Projekt von Gmundner Keramik und der OÖ Landes-Kultur GmbH, das den historischen Standort bewusst für zeitgenössische Kunst öffnet.

Das Herzstück dieses Engagements ist das Artists-in-Residence-Programm der AoCG. Internationale Künstler:innen erhalten Zugang zu den Werkstätten der Manufaktur, zur technischen Infrastruktur und zum Know-how der Keramiker:innen vor Ort. Dieser unmittelbare Austausch fördert nicht nur handwerkliche Innovation, sondern schafft auch einen fruchtbaren Dialog zwischen angewandter Kunst, freier künstlerischer Praxis und industrieller Produktion. Begleitende Ausstellungen und Diskursformate machen diesen Prozess sichtbar und öffentlich erfahrbar. 

Die aktuelle Ausstellung zeigt die Arbeiten von fünf internationalen Künstler:innen – Chen-Hsiang Kao, Rosmarie Lukasser, Maryna Talutto, Helena Sekot und Charlotte Wiesmann –, die im Sommer 2025 sowohl in Gmunden als auch beim Austauschpartner, dem New Taipei City Yingge Ceramics Museum in Taiwan, gearbeitet haben. Damit erweitert die AoCG den Blick über Österreich hinaus und positioniert Gmunden als Knotenpunkt eines globalen keramischen Netzwerks. 

Kuratiert von Genoveva Rückert, versteht sich „Made in Gmunden“ nicht als Leistungsschau, sondern als Momentaufnahme eines offenen Prozesses. Die Ausstellung macht sichtbar, wie sehr Keramik heute ein Medium des kulturellen Austauschs ist – sensibel für lokale Traditionen und zugleich offen für internationale Perspektiven. So wird deutlich: Gmundner Keramik bewahrt nicht nur ein Erbe, sondern gestaltet aktiv die Zukunft keramischer Kunst in Österreich und darüber hinaus.

Eröffnung:
Do, 12.02.26, 17 Uhr

Ausstellung:
13.02. bis 03.05.26
Mo-Fr 9-17 Uhr | Sa 9-16 Uhr

Gmundner Keramik, Keramikstraße 24, 4810 Gmunden

Pressematerial
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